27.01.2022
Hilfe für Betroffene

(PM EKM). Friedrich Kramer, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), hat bei einem Besuch der Opferberatungsstelle ezra in Erfurt kürzlich betont, wie wichtig die Hilfe für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen ist.

Der Landesbischof informierte sich bei einem Treffen mit Mitarbeitenden der Beratungsstelle über die Tätigkeiten und aktuellen Herausforderungen. Gerade mit Blick auf den morgigen Holocaust-Gedenktag sei es unerträglich, dass aktuelle Themen wie die Corona-Krise von Rechtsextremen vereinnahmt werden und rechte Bedrohungen und Gewalttaten zunehmen, betonte Kramer.

Er würdigte die engagierte Arbeit der Berater und Beraterinnen: „Mit ihrer professionellen Unterstützung von Betroffenen stehen sie an der Seite der Menschen, die tagtäglich mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus konfrontiert werden. Das ist konkrete Nächstenliebe. Die Beratungszahlen machen deutlich, wie dringend notwendig die Arbeit von ezra ist.“ Im Jahr 2020 wurden durch die Thüringer Opferberatungsstelle 206 Menschen beraten und begleitet. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 30 Betroffene. Die Fallzahlen für 2021 werden im April veröffentlicht.

„Mit der Trägerschaft von ezra stellen wir uns als Landeskirche bewusst hinter die professionelle und fachspezifische Unterstützung von Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“, betonte Kramer. Sie sei Teil des Engagements der EKM gegen Rechtsextremismus im Sinne von „Nächstenliebe verlangt Klarheit“.

Hintergrund:

Die Opferberatungsstelle ezra arbeitet seit April 2011 in Trägerschaft der EKM. Finanziert wird sie über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk Bunt“.

Weitere Informationen im Internet: www.ezra.de

Der Link zur Pressemappe zur Jahresstatistik 2020:

https://ezra.de/wp-content/uploads/2021/04/Pressemappe_ezra_Jahresstatistik-2020_oHnr.pdf