12.05.2021
Digital und dezentral

(PM EKM). Vom 13. bis 16. Mai findet der 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in Frankfurt am Main und zugleich überall statt. „Digital und dezentral“ lautet daher der Untertitel. Christen der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) beteiligen sich an den überregionalen Veranstaltungen und organisieren Veranstaltungen in Mitteldeutschland.

„Aufgrund der Krise können wir nicht in Frankfurt zusammenkommen, aber wir können dennoch gemeinsam feiern, dezentral bei uns vor Ort und digital verbunden“, sagt Ilka Ißermann, Vorsitzende des Leitungskreises des Landesausschusses des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Mitteldeutschland. Das Motto des ÖKT „schaut hin“ sieht sie als „echten Glücksgriff“. Ißermann: „Denn das können wir auch in der aktuellen Situation: Die Gottesdienste im Fernsehen oder die vielen thematischen Veranstaltungen im Internet anschauen. Die Helfergruppen, die eigentlich in Frankfurt unterstützen wollten, sind angeregt, vor Ort zu prüfen, wo Hilfe gebraucht wird. Wir alle sollten schauen, wo bei uns Ökumene stattfindet, oder vielleicht während des Kirchentages damit anfangen, indem wir zum Beispiel einen Christen einer anderen Konfession zu uns einladen, gemeinsam Podien im Livestream schauen und danach vielleicht am Grill darüber diskutieren. Ökumene beginnt zu zweit“.

Für das überregionale Programm angekündigt wird „wie gewohnt eine bunte Mischung aus Themen, Kultur und geistlichen Inhalten“. Etwa 80 Veranstaltungen werden digital übertragen. Beworben werden auch Mitmach-Aktionen für Zuhause wie tanzen, singen, musizieren und kochen, bewussten Konsum entdecken, CO2-Austoß berechnen, Hofladen suchen und finden, Ökumene entdecken, Segenskreis-Brot backen und Samen-Bomben basteln. Für junge Menschen und Kinder gibt es Mitmachhefte.

Auch aus Mitteldeutschland kommen Mitwirkende an den überregionalen Veranstaltungen. So gibt es jeweils am 15. Mai eine Dialogbibelarbeit mit Bodo Ramelow und Volker Bouffier, „Eine Stunde zu Glaube und Spiritualität“ mit Andrea Imbsweiler, Referentin in der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral aus Erfurt, „Eine Stunde zu zivilcouragiertem Handeln“ mit Susanne Brandes von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus aus Magdeburg und „Eine Stunde zur Ökumene“ mit dem Projekt „Mit Luther zum Papst“ aus Magdeburg. Unter dem Schwerpunkt „Zivilcourage“ gibt es einen Workshop „Bubblecrasher - Raus aus der eigenen Filterblase“ von Dr. Holger Kaffka, Pfarrer und Mediator aus Erfurt, Dr. Annika Schreiter, Studienleiterin der Evangelischen Akademie Thüringen und Tobias Thiel, Studienleiter der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt, sowie einen Workshop „Mutig im Diskurs bleiben trotz gesellschaftlicher Spaltung“ mit Christine Böckmann, Trainerin für gewaltfreies Handeln und Konfliktbearbeitung aus Magdeburg. Am Podium „Schau hin, die trauen sich - Vom Segen der Trauung“ mit Segnung von LSBTI-Paaren beteiligt sich unter anderem Prof. Julia Knop, Katholische Theologin und Dogmatikerin aus Erfurt. Ulrike Greim, Rundfunkbeauftragte der EKM, ist mehrfach bei Veranstaltungen präsent.

Dezentrale Veranstaltungen in Thüringen:

  • Gottesdienst der Offenen Arbeit in Erfurt am 15. Mai um 19 Uhr; Motto: „Wie wollen wir leben? Schaut hin und mischt euch ein: Die Welt besteht weiter!“.
  • Im Augustinerkloster Erfurt wird am 13. Mai (10 Uhr) gemeinsam ein Himmelfahrtsgottesdienst zum Kirchentag gefeiert.
  • Am 15. Mai ab 15 Uhr werden gemeinsam ausgewählte Programm-Angebote vom Kirchentag angeschaut, danach soll es Gespräche dazu geben. Um 18 Uhr schließen sich das Abendgebet und die Sonntagsbegrüßung an.
  • Ein Kirchentag-Gottesdienst mit Abendmahl findet am 16. Mai um 9.30 Uhr statt.

www.augustinerkloster.de/veranstaltungen/