St. Ägidien

Romanische Dorfkirche mit barocker Inneneinrichtung.



Adressdaten


Daten & Fakten


  • Öffnungszeiten Sommer: Bitte im Pfarramt erfragen.

Beschreibung


786 wird Bittstädt in einer Tauschurkunde der von Erzbischof Lullus (710-786) von Mainz für das Kloster Hersfeld von Freien verliehenen Gütern erstmals urkundlich als Bittestat erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Ort als Bizzostat(i) (vor 815), Bystete (1301), Am Bisteter Wege (1419) und Bidtstädt (1571) genannt. Der Name wird als Stätte des Bizzo gedeutet, der Hof eines Freien Bauern.

Das Benediktinerkloster in Arnstadt erwarb in Bittstädt größere Liegenschaften und erbaute einen Wirtschaftshof. Im Mittelalter wurde Weinanbau, später Färberwaidanbau betrieben. Der Ort gehörte zum Amt Wachsenburg, welches 1640 zum Herzogtum Sachsen-Gotha, ab 1672 zum Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und 1826 zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha kam.

Seit 1994 gehört das Dorf zur Wachsenburggemeinde mit Sitz im nahegelegenen Holzhausen. Mit der Auflösung der Gemeinde am 31. Dezember 2012 kam der Ort zur Gemeinde Amt Wachsenburg.

Der Ort ist weithin bekannt durch den "Chor Bittstädter Liedertafel", der sich aus der früher üblichen Sängergruppe gebildet hat. Am 24. Februar 1862 wurde der Verein mit der herzoglichen Bestätigung der von Lehrer und Chorleiter Julius August Lencer entworfenen Chorordnung begründet. 1993 wurde dem Verein die Zelter-Plakette verliehen.

Die Dorfkirche St. Ägidien ist im Kern romanisch. Die Chorturmkirche mit ihrem Langhaus wurde wahrscheinlich 1677 erweitert, gefolgt von weiteren Umbauten in den Jahren 1690, 1701 und 1749. Der Chor wurde im 18. Jahrhundert angebaut und erweitert. Die Kirche besitzt einen Chorturm mit Helm und Laterne sowie östlich davon einen Choranbau mit verputztem Fachwerkobergeschoss. Im Kircheninneren ist eine an drei Seiten zweigeschossig umlaufende Empore eingebaut.

Die Kirche erhielt im Jahre 1985 eine neue Orgel aus der Werkstatt des Gothaer Orgelbaumeisters Gerhard Böhm. Sie verfügt über fünf Register, ein Manual und Pedal. Die sehr schöne Kanzel mit dem Gemälde am hölzernen Treppenaufgang und der Taufstein stammen aus dem 17. Jahrhundert. Der letzte Umbau erfolgte von 1978 bis 1985.

(Quelle: Wikipedia)