Liebfrauenkirche

Saalkirche mit dreiseitigem Chor; wurde nach mehrfachen Bränden 1675–80 unter Verwendung von Vorgänger-Resten aus dem 15. Jahrhundert neu gebaut. Nordturm 1731 vollendet; Fenster 1817 verändert. (Literatur: Dehio, Thüringen.)



Adressdaten


Profil


Rad- oder Wanderweg - Wir liegen an einem Rad-/wanderweg. Veranstaltungen - Wir führen besondere Veranstaltungen durch (z.B. Konzerte oder Ausstellungen). Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt. Bibel zur Lektüre - Bei uns liegt eine Bibel zur Lektüre aus.

Beschreibung


Die erste Pfarrkirche (vermutlich ein Holzbau), über deren Alter sich nichts genaues sagen lässt, brannte im Jahr 1408 ab. Ihre daraufhin als massiver Bau errichtete Nachfolgerin stand etwa 200 Jahre lang. Sie war jedoch zu Beginn des 17. Jahrhunderts so baufällig geworden, dass sie abgerissen werden musste. Ihr besonderer Name und die Jahreszahl 1496 am Sockel des Chores weisen darauf hin, dass diese Pfarrkirche schon in vorreformatorischer Zeit inmitten des Ortes stand. Bei dem großen Stadtbrand von 1675 wurde das Inventar und vieles von der baulichen Substanz vernichtet. Erst 1680 konnte in der Liebfrauenkirche wieder gepredigt werden. Seit 1845 besitzt das Gotteshaus eine wertvolle Orgel. Die Kirchgemeinde konnte es sich leisten, diese von der berühmten Orgelbaufirma Schulze aus Paulinzella errichten zu lassen. 1952 mussten Risse am Turm beseitigt werden. 1968 wurde das Kirchendach vollständig mit neuen Schiefern gedeckt. 1989 wagte sich Pfarrer Böhme mit tatkräftiger Unterstützung der Partnergemeinde Neuenstein (Baden-Württemberg) an eine Gesamtrenovierung der Liebfrauenkirche. Morsche Balken in der Dachkonstruktion führten dazu, dass die Außenwände auseinandergedrückt wurden und deswegen die Kirche im Frühjahr 2004 wegen Einsturzgefahr gesperrt werden musste. Von einer schnellen Notsicherung an dauerten die Bauarbeiten 12 Jahre. Nach der Erneuerung der Zuganker, dem Eindecken der riesigen Dachflächen und dem Verputzen des Tonnengewölbes im Kirchenschiff durch die Langewiesener Firma Krannich konnte Malermeister Manfred Schlott aus Langewiesen 2016 die kassettenartige Bemalung der Decke erfolgreich abschließen.

(Text: Kirchengemeinde. Fotos: Wikipedia-Autor Giorno2, Kirchengemeinde, Kirchenkreis.)

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