St. Gallus

Im Jahre 1647 erfolgte der Bau der Kirche in Riechheim, nachdem ein Jahr zuvor die dem Hl. Gallus geweihte Kirche abgebrannt war.



Adressdaten


Beschreibung


Eine Kirche stand in Riechheim mindestens seit 1435, denn soweit reicht die Liste der Pfarrer zurück. Allerdings gab es 1646 während des Dreißigjährigen Krieges, in dem Riechheim von den Schweden besetzt war, einen Brand, dem neben der Schule auch das Kirchengebäude zum Opfer fiel. Nur ein Jahr später bauten die Riechheimer ihre Kirche wieder auf, zuerst das Schiff, später den Turm. Sie weihten sie dem heiligen Gallus, jenem irischen Mönch, der nach langer Pilgerschaft am Bodensee über einen Dornbusch stolperte und das Kloster St. Gallen gründete.

Schlicht, aber nicht schmucklos wirkt das Gotteshaus zwischen Friedhof und Kirchgarten. Im Inneren fällt der Blick auf die weißen Holzemporen mit zarten Goldverzierungen und die einfache Kanzel. Das Chorfenster im Osten hat eine bunte Verglasung.

Anfang der 1970iger Jahre wurde der Haupteingang ins Seitenschiff verlegt, um Platz für einen beheizbaren Gemeinderaum zu schaffen.

Die Orgel wurde 1867 von Carl August Witzmann aus Stadtilm erbaut und gilt als wertvolle Denkmalsorgel, denn die 55 Pfeifen und drei Werke sind fast original erhalten. Leider ist sie in den letzten Jahren nicht mehr spielbar. Dass soll sich nun ändern. Durch Spenden und Fördergelder finanziert, wird das 150 Jahre alte Instrument wiederhergestellt.

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