Zukunft und Hoffnung

„Denn ich weiß wohl, ...

...was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

Die Tage zwischen Weihnachten und Silvester fühlen sich an wie ein Zwischenraum. Man tauscht sich über die neuen Jahresvorsätze aus oder darüber, was man im eigenen Leben ändern möchte.

Für viele ist diese Zeit eine Gelegenheit zum Durchatmen und zur Ruhe – für andere ist sie greifbar, und manche gehen ganz normal ihrer Arbeit nach. Egal, wo wir stehen: Gott kennt unsere Lage, unser Tempo und unsere Belastung.

Der Wochenvers aus Jeremia stammt aus einer Zeit großer Unsicherheit: Menschen lebten im Exil, entwurzelt, ohne Perspektive und Hoffnung. Gottes Botschaft damals wie heute lautet: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe.“

Gott sagt nicht: „Alles wird sofort perfekt.“ Sondern er hat „Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“

Gottes Frieden meint nicht ein problemloses Leben, sondern ein getragenes – auch dann, wenn noch nicht alles klar ist, auch dann, wenn der Alltag fordert. Er spricht dir und mir zu, dass wir gehalten sind – egal, ob wir gerade Pause machen oder weiterarbeiten.

Gott sagt: „Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.“ Das möchte ich auf allen Ebenen auch für das kommende Jahr glauben und darauf vertrauen.

Wenn die Unruhe- oder Paniklampe in unserem Kopf rot leuchtet beim Gedanken an das kommende Jahr oder an die Dinge, die bevorstehen, sagt er uns in anderen Worten: Atmen. Innehalten. Vertrauen.

Und wir dürfen wissen: Gottes Gedanken über uns reichen weiter als jeder Plan, jede To-Do-Liste, jede noch so ambitionierte Jahresvorsatzidee.

Christopher Werner, Pfarrer im Kirchenkreis Arnstadt-Ilmenau